Projekte
Aktuelle Projekte
Budgetberatung
Die asb entwickelt 2011 im Rahmen eines Pilotpojekts ein Beratungsangebot für Österreich, basierend auf den Ergebnissen der im Zuge des Projekts „Finanzcoaching PLUS“ durchgeführten Bedarfserhebungen bei MitarbeiterInnen und KlientInnen sozialer Einrichtungen, sowie den gemeinsamen Überlegungen der GeschäftsführerInnen der staatlich anerkannten Schuldenberatungen in Österreich. Dabei wurden vor allem auch die langjährigen Erfahrungen einiger Schuldenberatungseinrichtungen in der Präventionsarbeit berücksichtigt. Zusätzlich werden die Erkenntnisse des EU-Projekts „Standard Budgets“ und besonders auch die konkreten Erfahrungen mit Budgetberatung in anderen europäischen Ländern herangezogen.
Grundlage und zentrales „Arbeitsmittel“ für Budgetberatung und -information bilden die von der asb entwickelten Referenzbudgets, die dafür laufend aktualisiert werden.
Referenzbudgets
Im Rahmen des zweijährigen EU-Projekts „Standard Budgets“ (2008-2009 gefördert aus Mitteln des EU-Programmes PROGRESS) wurden in mehreren europäischen Ländern Referenzbudgets als Instrument zur Prävention und Bekämpfung von Überschuldung und finanzieller Ausgrenzung entwickelt.
Referenzbudgets sind Ausgabenraster, die für verschiedene Haushaltstypen erstellt werden. Damit kann aufgezeigt werden, mit welchen Ausgaben ein gewisser Lebensstandard für einkommensschwache Personen möglich ist. Weitere Informationen zum Projekt gibt es auf der englischsprachigen Website: www.referencebudgets.eu
zum Download Booklet Referenzbudgets (1,7MB)
Abgeschlossene Projekte
2010: FinanzCoaching PLUS
Schuldenprobleme behindern die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben maßgeblich, die Prävention von Überschuldungssituationen leistet einen zentralen Beitrag zur Vermeidung von Armut und Ausgrenzung. Im Rahmen des Projektes "FinanzCoaching PLUS" wurden zum einen MultiplikatorInnen außerhalb der Schuldenberatungen für eine verbesserte präventive und kurative Beratungsarbeit rund um Schwierigkeiten im Umgang mit Geld und Haushaltsbudget fortgebildet, zum anderen wurde durch die Entwicklung eines Konzepts für Budgetberatung ein innovatives zusätzliches Beratungsangebot geplant. Durch die Weiterentwicklung und Anwendung der Referenzbudgets als Orientierungshilfen für die individuelle Haushaltsplanung aber auch für notwendige Mindesteinkommens- und Sozialstandards wird zudem ein wichtiger Beitrag zur sozialpolitischen Planungsarbeit geleistet.
2007-2008: Kontoservicestelle
In Österreich gibt es bisher noch kein „Recht auf ein Girokonto“. Dies macht es dem Klientel der Schuldenberatung erfahrungsgemäß schwer, Schulden zu regulieren. Vor dem Hintergrund langjähriger Erfahrung der ASB Schuldnerberatungen GmbH als Treuhänder im Schuldenregulierungsverfahren wurde in einem Pilotprojekt das Modell der Kontoservicestelle entwickelt, das vom Standort unabhängig KlientInnen die Nutzung eines Girokontos im Treuhandverhältnis ermöglicht. Durch die Einrichtung eines solchen Kontos sollten KlientInnen die Möglichkeit zur Abwicklung ihrer „Alltagsgeschäfte“ haben und am Arbeitsmarkt ungehindert teilhaben können.
2007: Aufbau des ecdn
Die asb koordinierte 2007 den von der EU geförderten Aufbau eines neuen europaweiten zivilgesellschaftliches Netzwerks, das auf den Erfahrungen und Aktivitäten zentraler AkteurInnen in der Bekämpfung von Überschuldung und finanzieller Ausgrenzung in ganz Europa basiert und aufbaut. Im Jahr 2007 wurde das european consumer debt network (ecdn) offiziell als internationale Organisation nach belgischem Recht gegründet. Dieser Gründung liegt die Überzeugung zugrunde, dass es einer kontinuierlichen Form europaweiter Zusammenarbeit und gemeinsamer Anstrengungen in der Vermeidung und Bekämpfung von Überschuldung bedarf. Alle Informationen zum Netzwerk, seinen Mitgliedern und umfangreiche Materialien sind auf der Website zu finden
2005-2007: FES – Finanzielle Allgemeinbildung & verbesserter Zugang zu adäquaten Finanzdienstleistungen
Das EU-Projekt FES wurde unter der Leitung der ASB Schuldnerberatungen GmbH gemeinsam mit Projektpartnern aus Deutschland, Polen und Belgien im Zeitraum September 2005 bis August 2007 durchgeführt. Im Mittelpunkt des Projekts standen der Austausch von Erfahrungen und Best Practice Projekten sowie die Entwicklung neuer Strategien in den Bereichen Finanzielle Allgemeinbildung und Zugang zu Finanzdienstleistungen. Die Ergebnisse aus zwei europaweit durchgeführte Erhebungen und drei Konferenzen stehen auf einer Projekt-Website (in englischer Sprache) zum Download zur Verfügung.
Zentrale Erkenntnisse und Forderungen, sowie Wege und Möglichkeiten eines verstärkten Lobbyings auf EU-Ebene und in den Mitgliedsländern wurden in drei Broschüren veröffentlicht, die sowohl in gedruckter Form als auch im pdf-Format in drei Sprachen zum Download zur Verfügung stehen.
Zu den deutschsprachigen Broschüren (als pdf):
- "Finanzielle Eingliederung: Lobbying in der EU" (PDF, 814kb)
- "Finanzielle Allgmeinbildung: Prinzipien und Empfehlungen" (PDF, 715kb)
- "Finanzdienstleistungen für Menschen mit niedrigem Einkommen" (PDF, 716kb)
2003-2005: FinanzCoaching
Das Kooperationsmodell FinanzCoaching wurde im Rahmen des EU-Equal-Projekts Schulden-Shredder als Modell für die Zusammenarbeit zwischen Schuldenberatungen und arbeitsmarktpolitischen bzw. sozialen Einrichtungen entwickelt. Ziel war die Bündelung von Ressourcen durch strukturierte Zusammenarbeit und ein leichterer Zugang zu Schuldenberatung für "schwierige" KlientInnen. Die für das Kooperationsmodell entwickelten FinanzCoaching-Seminare (inklusive umfassendem Handbuch) sind seither fixer Bestandteil des Fortbildungsprogramms der asb.
2002-2005: Schulden-Shredder
Das Projekt "Schulden-Shredder" wurde aus Mitteln des EU-Förderungsprogramms im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF) mit der Programmperiode von 2000-2006 finanziert. Die Umsetzung des Programms erfolgte in Entwicklungspartnerschaften (EP).
Das Projekt bestand aus 15 nationalen PartnerInnen aus mehreren Bundesländern. Das Programm hatte die Förderung neuer, innovativer Methoden zur Bekämpfung von Diskriminierung und Ungleichheit jeglicher Art im Zusammenhang mit dem Arbeitsmarkt zum Ziel und gliederte sich in insgesamt 6 Themenbereiche. Das von der ASB gewählte war Thema 1 „Reintegration in den Arbeitsmarkt und Bekämpfung fortgesetzter Ausgrenzung“.
Im Rahmen des Projektes wurde ein Webportal mit ExpertInnen-Datenbanksystem zur österreichweiten Online- Information (InfodienstCenter) für unmittelbar und mittelbar Betroffene errichtet. Außerdem wurden PCs als „Schulden-Shredder“ in Beratungsstellen aufgestellt. Es wurde eine Studie zur Situation der Motivation von ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen bei Überschuldung erstellt und Informationsmaterialien daraus erarbeitet.
Im Juni 2005 fand die Abschlusskonferenz in Salzburg statt:
zur Dokumentation der Abschlusskonferenz, englischsprachig (3,5MB)
