Privatkonkursreform soll kommen

(13.02.2017) Die seit Jahren von Schuldenberatungen geforderte Reform des Schuldenregulierungsverfahrens könnte noch heuer Realität werden - so steht es im neuen Arbeitsprogramm der Bundesregierung. Die Mindestquote von zehn Prozent soll fallen, die Verfahrensdauer auf drei Jahre verkürzt werden. Damit wird der Privatkonkurs endlich auch für jene möglich, die ihn am nötigsten brauchen: Menschen mit sehr hohen Schulden, wie gescheiterte Selbstständige, und Personen mit sehr geringem Einkommen, wie MindestpensionistInnen oder Alleinerziehende. „Dem Wirtschaftsstandort Österreich kann es nur gut tun, wenn weniger Menschen ewig auf ihren Schulden sitzen bleiben und wenn gescheiterte UnternehmerInnen wieder schneller auf die Beine kommen“, sagt asb-Geschäftsführer Clemens Mitterlehner.
Zur Aussendung der asb: Unterstützung für Privatkonkursreform
Zum Arbeitsprogramm der Bundesregierung (Seite 13)

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Fachpublikum News

Privatkonkurs-Steigerung: Zinsspirale erzeugt hohe Schulden

(14.01.2019) Die Zahl der Privatkonkurse ist 2018 gestiegen, ebenso die Fälle sehr hoher Überschuldung. Die Gründe für diese hohen Schulden liegen oft im System des Schulden-Eintreibens: Zinsen und Kosten setzen eine Spirale in Gang, die Schulden in wenigen Jahren vervielfachen. Schuldenberatungen fordern daher eine gesetzliche Deckelung von Zinsen und Kosten. [ mehr ]

Leichte Sprache - Klare Information

(10.01.2019) Hier gibt es Texte in Leichter Sprache. Wir erklären Schulden-Regelung und Privat-Konkurs. [ mehr ]

10.024 Menschen eröffneten 2018 Privatkonkurs

(09.01.2019) Erstmals seit Einführung des Privatkonkurses wurden im Jahr 2018 mehr als 10.000 Schuldenregulierungsverfahren eröffnet - ein Nachholeffekt nach der Privatkonkurs-Reform 2017. [ mehr ]