10.024 Menschen eröffneten 2018 Privatkonkurs

(9.1.2019) Erstmals seit Einführung des Privatkonkurses wurden im Jahr 2018 mehr als 10.000 Schuldenregulierungsverfahren eröffnet. Dieser Umstand ist einem Nachholeffekt geschuldet: Seit November 2017 gelten neue Regeln im Privatkonkurs.

Vor allem im 1. Halbjahr 2018 konnten sehr hohe Werte bei den Privatinsolvenzeröffnungen verzeichnet werden, allerdings setzte sich dieser Trend in der zweiten Jahreshälfte erwartungsgemäß nicht derart stark fort. Insgesamt wurden 2018 in Österreich 10.024 Schuldenregulierungsverfahren eröffnet, das sind um 3.234 Verfahren mehr als im Jahr 2017 und entspricht einer Steigerung von 47,6 Prozent. Die Zahl der Insolvenzanträge ist um 41 Prozent bzw. 3.253 Anträge auf 11.185 Anträge gestiegen. Alle Bundesländer weisen bei den eröffneten Schuldenregulierungsverfahren deutliche Steigerungen auf, wobei das Burgenland und die Steiermark mit 122,1 Prozent bzw. 121,3 Prozent Steigerung den höchsten Zuwachs haben. Vorarlberg und Niederösterreich weisen ein Plus von 78,4 Prozent bzw. 71,1 Prozent auf, gefolgt von Kärnten mit einer Steigerung von 59,1 Prozent. Tirol kann im Jahr 2018 eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 42,4 Prozent verzeichnen, Oberösterreich ein Plus von 37 Prozent sowie Wien bzw. Salzburg ein Plus von 26,8 Prozent bzw. 24,1 Prozent.

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