asb-Stellungnahme zur Sozialhilfe

(9.1.2019) Die asb hat Ende Dezember eine Stellungnahme zum Entwurf des Sozialhilfe-Grundsatzgesetzes abgegeben. Es wird darauf hingewiesen, dass ein Viertel der KlientInnen der staatlich anerkannten Schuldenberatungen ein Einkommen unter dem Existenzminimum bezieht. 40 Prozent der KlientInnen sind arbeitslos. Diese Menschen sind also stark vom vorliegenden Gesetzesentwurf betroffen.

Die asb erstellt seit zehn Jahren Referenzbudgets: Diese stellen für mehrere Haushaltstypen die Kosten für ein angemessenes Leben dar, das soziale und kulturelle Teilhabe einschließt. Für einen Ein-Eltern-Haushalt mit einem Kind lag das Referenzbudget 2018 bei 2.181 Euro, die Armutsgefährdungsschwelle für diese Familie bei 1.609 Euro. Die im Gesetzesentwurf dargestellten Leistungen – insbesondere für Familien mit mehreren Kindern – sind also in keinster Weise ausreichend, um ein angemessenes und menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Die Höhe der Mindestsicherung liegt auch derzeit schon um ein Drittel unter der Armutsgefährdungsschwelle.

Das vorliegende Gesetzesvorhaben wird die Situation für fast alle Betroffenen weiter verschärfen. 


Zur Stellungnahme der asb
Zur Parlamentsseite mit allen Stellungnahmen zum Gesetz

 

Zu den Referenzbudgets

 

Dachorganisation

ASB Schuldnerberatungen GmbH, Dachorganisation der staatlich anerkannten Schuldenberatungen in Österreich

Zentrale:

ASB Schuldnerberatungen GmbH
Bockgasse 2 b
A-4020 Linz

Treuhandschaften:

Fachpublikum News

Privatinsolvenzeröffnungen gehen weniger stark zurück

(14.01.2022) Im Jahr 2021 wurden in Österreich insgesamt 7.203 Schuldenregulierungsverfahren eröffnet, das sind um 93 Verfahren weniger als im Jahr 2020 und entspricht einem Rückgang von 1,3 Prozent. Die Zahl der Insolvenzanträge ist um 310 Anträge bzw. 3,9 Prozent auf 7.626 Anträge gesunken. [ mehr ]

Fortbildungsprogramm "know.how 2022"

(05.11.2021) Das "know.how 2022", das Fortbildungsprogramm der asb für Schuldenberatungen, Sozialberatungsstellen und andere beratende Einrichtungen ist da. Seminare können ab sofort gebucht werden. [ mehr ]

Privatinsolvenzen in den ersten drei Quartalen weiter rückläufig

(05.10.2021) In den ersten drei Quartalen 2021 wurden in Österreich 5.011 Schuldenregulierungsverfahren eröffnet. Das sind um 394 Verfahren weniger als im Vergleichszeitraum 2020 und entspricht einem Rückgang von 7,3 Prozent. Zum Vergleich: In den letzten zehn Jahren gab es in den ersten drei Quartalen jeweils durchschnittlich etwa 6.550 Privatkonkurs-Eröffnungen. [ mehr ]