Wieder weniger Privatkonkurse im 1. Quartal

Im 1. Quartal 2019 wurden in Österreich 2.471 Schuldenregulierungsverfahren eröffnet, das sind um 240 Verfahren weniger als im Vergleichszeitraum 2018 und entspricht einem Rückgang von 8,9 Prozent. Die Zahl der Insolvenzanträge ist um 9,6 Prozent bzw. 292 Anträge auf 2.743 Anträge gesunken.
Die Veränderungen der Privatkonkurs-Eröffnungen sind in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich, wobei die Steiermark und Kärnten – entgegen dem gesamtösterrischen Rückgang der Eröffnungen – Zuwächse gegenüber dem 1. Quartal 2018 aufweisen. Kärnten kann einen minimalen Anstieg von 2,3 Prozent verzeichnen, die Steiermark einen deutlichen Zuwachs von 37,4 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018.
Die übrigen Bundesländer weisen bei den eröffneten Schuldenregulierungsverfahren Rückgänge auf, wobei die westlichsten Bundesländer – Vorarlberg und Tirol – die stärksten Rückgänge mit 38,0 Prozent bzw. 24,3 Prozent aufweisen. Niederösterreich hat eine Verringerung der Eröffnungen um 17,9 Prozent, Oberösterreich und Salzburg um jeweils 12,2 Prozent sowie das Burgenland um 10,9 Prozent. Wien weist den geringsten Rückgang mit 6,0 Prozent gegenüber dem 1. Quartal 2018 auf.
Der österreichweite Rückgang der Eröffnungen gegenüber dem 1. Quartal 2018 ist vor allem dem IRÄG 2017 geschuldet: Im Jahr 2018 wurden erstmals seit Einführung des Privatkonkurses mehr als 10.000 Schuldenregulierungsverfahren eröffnet. Vergleicht man die aktuelle Anzahl der Eröffnungen mit „normalen" Jahren vor Einführung des IRÄG 2017, so zeigt sich, dass auch im 1. Quartal 2019 überdurchschnittlich viele Privatkonkurse eröffnet wurden.