Armutskonferenz: Es braucht ein starkes soziales Netz

Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierte die Armutskonferenz am 18. Juni wichtige Eckpunkte und Forderungen für einen guten Sozialstaat. Das Motto lautete: "Stärken stärken, Schwächen korrigieren." Sozialleistungen tragen entscheidend zum sozialen Ausgleich bei und wirken armutspräventiv. Sie reduzieren die Armutsgefährdung von 43 Prozent auf 14 Prozent. Ein besonders hohes Armutsrisiko haben Kinder, Alleinerziehende und Langzeitarbeitslose. Auf diese Gruppen sollte besonderes Augenmerk gelegt werden. Für die asb nahm Gabriele Horak-Böck (im Bild rechts) an der Pressekonferenz teil und forderte ein Anheben des Existenzminimums, zumindest an die Armutsgefährdungsschwelle. Außerdem präsentierte sie zum Vergleich die von der asb erstellten Referenzbudgets 2019, das sind Ausgabenraster für verschiedene Haushaltstypen. Demnach braucht eine Mutter mit Kind 2.214 Euro im Monat, das Existenzminimum für diesen Haushalt liegt aber bei 1.119 Euro. Die Referenzbudgets beinhalten auch ein Mindestmaß an sozialer und kultureller Teilhabe, denn „Leben ist mehr als nicht verhungern. Besonders Kinder müssen am Leben teilhaben können, um sich gut zu entwickeln", so Horak-Böck. „Die Referenzbudgets orientieren sich an den realen Lebensbedingungen. Sie sollten Messlatte für sozialpolitische Maßnahmen sein, wenn wir soziale Teilhabe als Menschenrecht begreifen." Fotocredit: Albert Maresch
Zum Nachlesen auf der Seite der Armutskonferenz
Pressekonferenz zum Nachhören am Podcast der Armutskonferenz