Weltspartag: Mit Finanzbildung zur Spar-Kompetenz

(Wien, 30. Oktober 2019) Sparen ist mehr als Münzen ins Sparschwein werfen. Geld-sparen-können setzt voraus, dass der Umgang mit dem verfügbaren Geld täglich gelingt und selbstbewusste Entscheidungen möglich sind, wofür Geld ausgegeben oder gespart wird. Für diese Kompetenzen braucht es Finanzbildung, die in der Familie, aber immer öfter auch in der Schule stattfindet. „Es gibt mittlerweile viele Anbieter für Finanzbildung in Schulen, es wird höchste Zeit über Qualitätskriterien zu reden und eine Gesamtstrategie für Österreich zu finden", sagt Clemens Mitterlehner, Geschäftsführer der asb, der Dachorganisation der staatlich anerkannten Schuldenberatungen.
Schuldenberatungen arbeiten neben der Beratung von überschuldeten Personen seit den 1990er Jahren auch als unabhängiger Anbieter von Finanzbildung. „Wir verstehen Finanzbildung als finanzielle Basis-Bildung, die Kinder und Jugendliche bestmöglich auf ihre finanzielle Eigenständigkeit als Erwachsene vorbereitet. Es geht also um Dinge wie das Gegenüberstellen von Einnahmen und Ausgaben, kritisches Hinterfragen von Konsumangeboten oder auch die Folgen von Kontoüberziehung", so Mitterlehner.
Gerade in Zeiten niedriger Zinsen liegt der Fokus wieder auf dem ursprünglichen Spar-Gedanken: Geld zur Seite legen für spätere größere Anschaffungen oder wenn es unerwartete Ausgaben gibt. „Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass es viele Menschen gibt, die nicht Sparen können, weil das Einkommen einfach zu niedrig ist", sagt Clemens Mitterlehner: „Armutsbetroffenen fehlt diese Freiheit der selbstbewussten Entscheidung. Da ist eine kaputte Waschmaschine eine Katastrophe. Deshalb müssen wir gerade auch am Weltspartag wirkungsvolle Maßnahmen zur Armutsbekämpfung einfordern."

 

Hintergrundinformationen:
www.schuldenberatung.at/finanzbildung

 

(Presseaussendung der asb, 30.10.2019)