Privatinsolvenzen sind 2023 um 8,3 Prozent gestiegen

Im Jahr 2023 wurden in Österreich insgesamt 8.857 Schuldenregulierungsverfahren eröffnet, das sind um 681 Verfahren mehr als im Jahr 2022 und entspricht einer Steigerung von 8,3 Prozent. Die Zahl der Insolvenzanträge ist um 770 Anträge bzw. 8,6 Prozent auf 9.722 Anträge gestiegen.

Privatinsolvenzen nach Bundesländern
Mit Ausnahme der Steiermark ist die Zahl der Privatinsolvenzeröffnungen im Vergleich zu 2022 in allen Bundesländern gestiegen, beim jeweiligen Ausmaß gibt es regionale Unterschiede.
Den mit Abstand höchsten Anstieg bei den Privatinsolvenzeröffnungen gibt es in Vorarlberg mit einem Plus von 34,0 Prozent. Ebenso das Burgenland (+16,7 Prozent), Kärnten (+14,6 Prozent), Oberösterreich (+10,5 Prozent), Salzburg (+10,1 Prozent) und Wien (+10,1 Prozent) weisen deutliche, überdurchschnittliche Steigerungen gegenüber dem Jahr 2022 auf.
Eine im Vergleich zum österreichweiten Wert leicht unterdurchschnittliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr kann in Tirol mit einem Plus von 6,1 Prozent verzeichnet werden.
Niederösterreich stagniert bei den Privatinsolvenzeröffnungen auf dem Vorjahresniveau mit einer minimalen Steigerung von 0,2 Prozent.
Einzig in der Steiermark gibt es einen geringfügigen Rückgang von 1,3 Prozent gegenüber dem vergangenen Jahr.

Auch wenn die Vor-Pandemie-Werte noch nicht erreicht sind, setzt sich der seit Ende 2021 beobachtbare Trend steigender Zahlen bei den Privatinsolvenzeröffnungen auch im Jahr 2023 fort.
Die im Jahr 2023 anhaltend hohe Inflationsrate, die damit verbundenen kontinuierlichen Preissteigerungen und wirtschaftlichen Herausforderungen für Privatpersonen treiben das Insolvenzgeschehen weiter an.