Selbstständigenstudie 2023

(11.01.2024) Seit mittlerweile 25 Jahren erhebt die asb in Kooperation mit den staatlich anerkannten Schuldenberatungen regelmäßig die Situation von ehemals selbstständigen Klient*innen in der Schuldenberatung. Die aktuelle Studie wurde Ende 2023 fertiggestellt. Selbstständigkeit und Arbeitslosigkeit gehen bei den befragten Klient*innen Hand in Hand. Etwa ein Drittel ist unmittelbar vor der Unternehmensgründung arbeitslos. Ebenfalls ein Drittel ist nach dem Unternehmens-Aus wiederum arbeitslos. Die befragten ehemals Selbstständigen sind durchschnittlich etwa fünf Jahre unternehmerisch tätig. Der Anteil der EinPersonen-Unternehmen liegt bei über 40 Prozent. Die Haupt-Gründungsmotive sind gute Verdienstmöglichkeiten, Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung. Die Beendigungsgründe sind vor allem finanzieller Natur. Wenige haben Bürg*innen bzw. mithaftende Personen für die eigenen unternehmerischen Schulden. Wenn doch, dann sind die Bürg*innen vorwiegend weiblich und stehen in einem nahen Verwandtschaftsverhältnis zum meist männlichen Schuldner. Die durchschnittliche Haftungssumme beträgt 80.000 Euro – drei Viertel der Bürg*innen schlittern selbst in finanzielle Schwierigkeiten.
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